Was wird aus unserer Selbsthilfegruppe in Corona-Zeiten? Wie kann und wie soll es weitergehen?

In 2016 war der Ursprung unserer Selbsthilfegruppe. Zwei Frauen hatten sich nach einer CI-Operation regelmäßig mit ihrer Logopädin getroffen.

Im Jahr 2017 hat sich die Logopädin an die Selbsthilfekontaktstelle gewendet, diese organisierte mittels der Presse umfangreichere Gruppentreffen. Unseren Bekanntheitsgrad konnten wir mit Hilfe der hiesigen Presse sowie unserem Flyer, der in vielen Arztpraxen und bei Hörgeräteakustikern, Logopäden und medizinischen Einrichtungen ausliegt, sehr schnell steigern burniva. Alles entwickelte sich zur Zufriedenheit. Ein Raum wurde uns zur Verfügung gestellt, Satzung, Flyer wurde erstellt und verteilt, Bankkonto wurde eingerichtet und beim Finanzamt wurde unsere Gemeinnützigkeit anerkannt. In den drei Jahren hat sich unsere Stammmannschaft gebildet, die mit den neu hinzugekommenen Hörgeschädigten einen regen Informationsaustausch pflegen.

Das Neue Jahr 2020 fing ganz normal an. Die Tageszeitung einschließlich die der vier Nachbarlandkreise druckten unsere Ankündigungen ab, wann und wo unsere Treffen stattfinden. Darüber hinaus wurden unsere Mitglieder per E-Mail und Whats App informiert und eingeladen. Im Januar und Februar war alles noch in bester Ordnung. Doch im März kam Corona und somit der totale Ausfall unserer Treffen, bis einschließlich Juni.

„Was tun?, „sprach Zeus“. Wie und was können wir in der Zwischenzeit tun, wie unsere Hilfesuchenden unterstützen? Mittlerweile hatten sich weitere Hörgeschädigte mit den verschiedensten Problemen, Fragen und Anliegen an uns gewendet. Einige standen vor einer CI-OP und brauchten noch dringend Informationen. Da kam uns die Idee derInformationsteams. Hier konnten „Neulinge“ von unseren erfahrenen (und selbst betroffenen) Mitgliedern Informationen aus erster Hand bekommen. Das kann entweder über Telefon, Whats App oder E-Mail erfolgen. Auch persönliche Treffen können organisiert werden.

Ab Juli gingen die Treffen, allerdings sehr eingeschränkt weiter, maximal neun Personen dürfen in den Gruppenraum. Da die Nachfrage doch größer war haben wir uns entschlossen, für November zwei Termine einzuplanen. Die erste Gruppe von 15:00 bis 17:00 Uhr, danach eine Stunde Lüften und Desinfizieren, die zweite Gruppe von 18:00 bis 20:00 Uhr. Dann kam allerdings die neue Corona-Verordnung und nun müssen wir wieder auf die Informationsteams zurückgreifen.

In Facebook (Hörgeschädigte Wittmund)haben wir eine allgemeine Informationsseite geschaltet und eine eigene Webseite ist in Planung.

Wir freuen uns über Tipps von ihrer Seite und geben gerne unsere Erfahrenen an sie weiter.

Rolf Münch Gruppensprecher