Highlights Umfrage Hörbarrieren

Anlage 1 zur Auswertung

Frage 16 – Persönliche Highlights

Hierbei handelt es sich um die Originalantworten der Umfrageteilnehmenden ohne Korrekturen.

Positive Highlights

2013 ein Seminar von Dr. Zeh besucht und sehr viele wichtige Gesprächsstrategien gelernt und umgesetzt. 6 Monate zuvor habe ich meinen Arbeitsplatz wegen der Schwerhörigkeit verloren.

An der Fleischereitheke trotz Maske vom Personal verstanden werden

Bei einer größeren Veranstaltung habe ich einen der PLätze in der ersten Reihe bekommen, obwohl ich etwas später kam. Ich saß dann an der Seite einer Tür, die ständig geöffnet und geschlossen wurde und wurde dadurch ständig im Blickfeld und im Lärm gestört und konnte der Veranstaltung nicht folgen. Ich bin aufgestanden und habe einem Mitarbeiter Draussen diese Situation geschildert. Man hat für mich dann sofort einen weiteren PLatz vorne gestellt.

Beim Diktat hat ein Lehrer mir die einzelnen Sätze einmal kurz zum Lesen gezeigt und ich musste aus Erinnerung abschreiben. 🙂

Beim Fleischer meines Vertrauens arbeitet eine Verkäuferin mit Hörgeräten. Ich freue mich immer wenn sie mich bedient und trotz Abstand,Mundschutz und Plexiglasscheiben meine Bestellung auf Anhieb versteht, wobei ich auch viel mit Zeigen , Mengenangaben in Form von Fingern hochhalten und Zeichen zB für „das wärs“ „arbeite“.

Das es Hörgeräte und CI s gibt

Das Minimikrofon wird problemlos angenommen, bisher hat nur eine Röntgenärztin es nicht anstecken wollen wegen der Infektionsgefahr. Sie hielt es dann aber in ihrer Handschuhhand.

der negative Nachteil ist immer wieder auf den Bahnhöfen. Aber Gott sei Dank hat es sich gebessert, in dem man jetzt auf Anzeigetafel mit lesen kann.
Da hatte ich mein Erlebnis, es war 1989 HBF Hannover. War gerade zur Erstanpassun des CI da gewesen. Zug wurde umgeleitet. Die Menschen gingen alle weg. Ich zum Aufsichtsraum/ Schaffner. Nachgefragt, warum die Menschen weg gehen, ob Zug auf einem anderen Gleis kommt. Auf die Taubheit hingewiesen. Antwort des Schaffner war, sie können ja sprechen, dann können Sie auch hören und müssen mal zuhören. Dieses bekam eine Frau mit die auch in der Richtung ahren wollte wie ich, sie tippte mich an und zegte mir Ihre Fahrkarte. Ich in der Richtung muss ich auch, dann kommen Sie mit…

ein Vortrag mit Schrift-Dolmetscher
Fernsehton direkt per Bluetooth auf das Hörgerät macht den Ton sehr verständlich

Große Probleme, im Theater Sprache zu verstehen, an Supermarktkassen, bei Behörden, Sehr positives Erlebnis bei einer Trauerfeier in einer Kapelle mit Induktionsschleife

Highlight ist einfach , dass jeder nacheinander mit einer FM Anlage oder Mikrofon sprechen kann. Auch mit Handy zu telefonieren ist mit Roger Select ein Traum.

Ich oute mich vor Beginn eines Gespraechs in lauter Umgebung oder beim Telefonieren als Hoerbehindert, das klappt sehr gut

Im Impfzentrum hatte ich zufällig für die Beratung eine HNO- Ärztin. Sie hat meine CIs gesehen und dass ich den Roger Pen in der Hand hatte. Sie ist mit mir in eine ruhige Ecke gegangen, und hat mittels Roger Pen mit mir kommuniziert.

Installation einer Induktionsschleife in der Pfarrkirche

Jetzt kann ich die Vögel draußen zwitschern hören. Ein tolles Gefühl!

Literaturhaus Hamburg: Verwendunmg von Mobil Connect von Sennheiser ab Herbst 2019. Seit dem sind die Lesungen dort ein Genuss für mich und ich gehe ab diesem Zeitpunkt auch gerne zu den Veranstaltungen, von denen ich vorher aufgrund der schlechten Akustik in einem denkmalgeschützten Haus ausgeschlossen war.

Meine positiven Highlights bestehen darin in schwierigen Situationen aufmerksam zu machen. Bis jetzt immer gut angenommen worden.

Mit neuen Hörgeräten keine Probleme. TV und Handy angepasst.

Nach öffentlicher Ansprache im Flugzeug hat mir die Flugbegleiterinbegleiterin alles noch mal erklärt persönlich wunderbar

positiv: Transparenter Mundschutz um eine Mund/Lippenbild zu haben

Pos. Highlight : Rücksichtnahme bzw. Berücksichtigung meiner Situation von einer Freundin

Postives Highlight….
Ich bekomme ganz langsam neue Singale / Geräusche über das CI mit. Habe es im November 2020 bekommen.
Die eigene Autofahrt hört sich ganz anders an. Es raschelt und klappert vielmehr und ich bekomme manchmal mit, wenn von links hinten ein Auto an mir vorbei fährt. Das war eine Super tolle emotionale Erfahrung für mich.

Reha alle 3 Monate für eine Woche
Telefonieren mit direkter Handyverbindung ist zu analogen Telefonen sehr angenehm

Toll finde ich z. B. Im Saarland die Möglichkeit einer Führung mitzumachen welche per FM Anlagen begleitet werden oder auch Hotels welche Technik für uns Hörgeschädigte zur Verfügung stellen.
Schön fände ich , wenn mehr Informationen mit Untertitel oder Gebärden angeboten werden würden .

Positiv in Gruppen war: Ließen sich die Leute darauf ein, dass nur die Person mit Hörmikro spricht, so war es auch für die Gruppe positiv, da es ruhiger und geordneter lief.

Wesentliche Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit einschließlich Telefon mittels Cochlear Implant beidseits.

Vorbereitung der gebrochenen rechte Hand Op mit allen Hinweisen auf die Hörschädigung und durfte Ci Hörgerät bei der Op zu tragen und es klappte sehr gut man gab sich große Mühe in der Kommunikation und war sehr froh darüber. Ohne wäre ich Taub hätte nix Verstanden und ist sehr Anstrengend

verstehen, trotz Maske Umbau des Arbeitsplatzes

 

Negative Highlights

‘Positives Highlight’ ist der seit einem Jahr bestehende Maskenzwang mit der Unmöglichkeit, einen anderen Menschen- schon gar nicht im öffentlichen Bereich- überhaupt noch zu verstehen. Dies wird selbst vor Gericht gefordert, so dass man überall erneut zum ‘Menschen 2. Klasse’ gestempelt ist. Eine Masken-Evidenz ist medizinisch-wissenschaftlich bis heute nicht erwiesen. Unterstützung im Kampf dagegen konnte ich von Seiten der Vereine (CIVN/ DCIG) nicht ernsthaft wahrnehmen…. Sehr schade!!!

Als ich mit Reitunterricht anfing konnten sich meine Eltern nur die FM-Anlage mit dem Brustkasten und den Kabeln zu den Hörgeräten leisten. Als ich mit ungeschnallter FM-Anlage runterfiel hatten die Reitstallbetreiber Angst ich würde mich verletzen durch die FM-Anlage wenn ich drauf falle. Danach durfte ich nur in der geführten Anfängergruppe in der Halle im Kreis reiten was sehr langweilig war. Ohne FM-Anlage habe ich nicht verstanden was ich tun soll.

Am Bankschalter spricht die Kassiererin mit mir. Nachdem ich es nicht verstanden habe bitte ich darum, es zu wiederholen. Leider noch ein weiteres Mal, da neben mir eine weitere Kundin mit einer Bankangestellten spricht und bei mir nun gar nichts mehr ankommt. Meine Kassiererin wird etwas ungehalten.

Am Flughafen die Lautsprecherdurchsage nicht verstanden. Hintergrundmusik bei Filmen zu laut.
Verzicht auf Yoga Kurse.

Aufgrund der derzeitigen Maskenpflicht (und Scheibentrennung) in vielen Bereichen ist eine sprachliche Kommunikation in der Öffentlichkeit fast unmöglich.

Aufklärung vorm MRT, Fachärztin bricht Aufklärung auf dem Besuchergang ab , weil ich ihre Fragen nicht verstehen konnte.

Aufrufen von.Patienten beim HNO Arzt mit einer uralten sehr schlecht zu verstehenden Sprechanlage/Lautsprecher….sup

Bei einen Facharzt bei dem ich zum erstenmal da war kam herein drehte sein Gesicht zur Wand und fragte was er für mich tun könnte. Ich habe ihn gebeten sich umzudrehen und mich bitte bei einem Gespräch anzuschauen da ich Schwerhörig bin und sehr schlecht verstehe und ich auf seinen Lippen zum verstehen absehe. Der Arzt ignorierte das , fragte irgendwas und ich sollte zur Sache kommen. Ich bin aufgestanden und sagte zu ihm laut und deutlich :

… und Tschüß und bin gegangen.

Bei größeren Schwierigkeiten habe ich meine Partnerin um Hilfe gebeten, das kann manchmal vorkommen wenn der Gespächspartner nicht so gut deutsch spricht oder mit Dialekt, das ist schon häufig bei Reisen vorgekommen. Notfalls muß ich das Gespäch beenden.

Beim Versorgungsamt gab es für die Kunden und den Berater keinen eigenen Raum. Ein großer Raum für 3 Beratungstische plus noch der Wartebereich. Wer hat sich denn sowas ausgedacht? 😀

Bin in einer OP beidseitig mit CI versorgt worden. Die andere Patientin in meinem Zimmer war sehr redselig, innerhalb kurzer Zeit hatte sie ihr Herz ausgeschüttet. Nach der OP stand sie wiederum vor meinem Bett und redete unentwegt. Auch mein Hinweis, dass ich nichts höre, hielt sie nicht davon ab. Besuch bekam die Dame keinen. Nach drei Tagen wurde sie entlassen und umarmte mich sehr herzlich. Ich hatte das Gefühl trotz der Hörbarriere geholfen zu haben.

Die Geschichte ist noch nicht beendet.
Ich wurde in ein anderes Zimmer verlegt und eine betagte demente lautstarke Dame wurde meine Bettnachbarin. Das Personal machte mir deutlich, dass ich es ja nicht höre. Hatte damit auch kein Problem.page3image6816512

Aber der Geruchssinn funktionierte nachwievor. Während der Mahlzeiten wurde die Dame stets neu versorgt. Auch wenn man nicht hört, so empfand ich es respektlos, dass während des Essens die vollgemachten Vorlagen gewechselt wurden. Der Geruchssinn ist wohl noch ausgeprägter.

Ich war froh nach zwei weiteren Tagen nach Hause entlassen wurde. Heute schmunzel ich darüber.
Das waren meine ersten Erlebnisse mit CI und Hörbarriere.

Da ich nicht viel höre,wurde ich links liegengelasden.

Das Nichtverstehen bei Störlärm, wenn viele Menschen zusammenkommen, verdirbt mir jede Freude am Feiern und an Festen.

Das schlimmste was ich sogar zweimal erlebt habe war, als ich um deutlicher sprechen bat, dass mir gesagt wurde : Nein, strengen Sie/Du dich doch an.

Der Anästhesist vor der CI-OP hat das Vorgespräch in einem lauten Durchgang vorgenommen und dann auf meine Anmerkung lauter zu sprechen, da ich doch schlecht höre, gemeint, mein Ehemann könnte mir alles später noch mal erzählen …. Da kam ich schon ins Überlegen mit der OP überhaupt!

Die Hörbarrieren an der Arbeit (Schule) nahmen zu, damit verbunden auch der Hörstress. Ich suchte nach Alternativen, machte mich stark, dass im Zuge der Schulsanierung ein Klassenraum hörbehindertengerecht gestaltet wird (z.: Fußbodenbelag, Gardinen, Wandgestaltung) Das war von der Obrigkeit aber nicht geplant. Im Rathaus schickte man mich von einem ‘Verantwortlichen’ zum anderen. So stand ich vor einer Tür, klopfte an und lauschte angespannt auf das Herein…Nichts, noch einmal klopfen. Ohr an die Tür - sieht natürlich blöd aus, wenn jemand vorbeikommt. Beim dritten Mal habe ich mutig auf die Klinke gedrückt. Dahinter war noch eine Tür!!! Das Herein war für mich also beim besten Willen nicht zu verstehen.

Die Pandemie mit ihrer Maskenpflicht raubt die allerletzten Kaftreserven. Ein permanentes Rätelraten. Und trotzdem klappt die Kommunikation irgendwie für beide Seiten zufriedenstellend. Egal wo und was. Es klappt eigentlich immer irgendwie. Man muss bloß wollen

die Telefonhotlines sind ein absolutes no-go.
Ebenso viele Anrufbeantworter, oder musikhinterlegte automatische Stimmen (please hold the line)

Durchsagen in der Bahn sind immer total schlecht

Ein Schalterbeamter sitzt hinter einer Glasfront mit Durchreicheschublade auf meiner Bauchnabelhöhe. In dieser Höhe ist auch sein Kopf, während meine Ohren in 1.70m Höhe sind. In meiner Kopfhöhe gibt es keine Kommunikationsöffnung. Ich lege meinen Kopf auf die Durchreiche und Frage, ob wir uns so unterhalten müssen. Die Szene war gut für ein Satire.

Einmal traf ich vor einer Briefkastenanlage im (halligen) Flur einen Nachbar, der mich etwas fragte. Als ich ihn um Wiederholung bat, weil ich schwerhörig sei und nicht verstanden habe, nuschelte er die Frage noch einmal. Als ich ihn um Wiederholung bat, wurde er sauer und ging weg. Ich rief ihm hinterher, dass ich nichts dafür könne, dass ich ihn nicht verstehen könne.

Es gibt so viele Situationen, in denen Hintergrundgeräusche stören oder schlechte Akustik, Masken, Freunde, die immer gleichzeitig sprechen, wenn sie sprechen, Stühle die gerückt werden, Autos etc., da habe ich kein Highlight. Ich wünsche mir Ruhe und oft leider auch, dass man mich mal nicht anspricht, weil es mich anstrengt, ständig hören zu müssen.

PS: Arbeite in DK und bin von daher kaum mit deutschen Ämtern in Kontakt und wenn dann meistens digital.

Generell verunsichern mich reine Durchsagen z.B. im Wartebereich in Kliniken oder beim Arzt oder bei Bus und Bahn. Mein nehatives Highlight aus der Zeit vor den Smartphones: Frisch aus der Reha Zugfahrt nach Hause und es gibt aufgrund Probleme mit der Verbindung, ich sitze auf glühenden Kohlen, weil ich die Durchsagen nicht verstanden habe. Schaffner geht schnell durch und sagt irgendetwas und ich steige unter einer falschen Annahme zu früh aus. Gestrandet am falschen Bahnhof. Ich hatte das Gefühl ich müsste gleich wieder in die Kur.

Highlight ist die ev. Kirche in meiner ursprünglichen Gemeinde. Da geht man in keinster Weise auf Schwerhörigkeit ein. Die Lautsprecheranlage ist für Schwerhörige kaum zu verstehen und Induktion schein man dort auch nach mehrmaligem Nachfragen nicht zu kennen. Als Konsequenz habe ich die Gemeinde gewechselt in der mit Induktion gearbeitet wird.

Ich finde es schlimm, das man immer eine Telefonnummer hinterlegen muss, obwohl man immer wieder darauf hinweist, das man sehr schlecht verstehen kann, was aus dem Telefonhörer kommt :-), da das Mundbild fehlt. Wenn man was schriftliches haben möchte, wird sofort abgebloggt

Ich habe eine Silberhochzeitsfeier nach dem Essen verlassen, weil der Lärmpegel im Saal für mich unerträglich wurde.

Ich konnte unserem Landtagspräsidenten deutlich machen, dass es in seinem Haus erhebliche Mängel hinsichtlich der Barrierefreiheit gibt. Dass z. B. verantwortliche Mitarbeiter nichts von der vorhandenen, aber nicht eingeschalteten Induktionsanlage wussten und auch niemand in der Lage war, sie einzuschalten. Es war eine Veranstaltung für Behinderte und es wurde über Lautsprecher, in Leichte Sprache und Gebärdensprache übersetzt. Da ich letztere nicht beherrsche, waren für mich als CI-Träger alle Angebote nicht hilfreich.

Ich wurde im Krankenhaus per Lautsprecher zur Visite beim HNO Arzt bestellt, konnte dies nicht hören und wurde dafür von der K-Schwester beschimpft warum ich nicht komme?

Im christlichen Krankenhaus Oldenburg, wo meine Voruntersuchungen für ein CI gemacht wurde, hatte ich die schlimmste Hörbarriere.
Die Tests wurden von 2 Personen gemacht, die sich während der Untersuchungen kontinuierlich ausgetauscht haben. Ich wurde ohne Hörgeräte angesprochen und musste darauf hinweisen ohne Geräte nichts zu verstehen. Da ich als schwerhörige an Taubheit grenzend, bezüglich eine CI’s dort war, habe ich mich sofort gefragt ob ich dort richtig aufgehoben bin.

Es gab vorab keine Erklärung dass die neue Kollegin eingearbeitet werden sollte weshalb miteinander gesprochen werden muß. Da hätte ich mich dann ja drauf einstellen können. Ohne diese Erklärung, fand ich reden und lachen sehr unfreundlich und wusste nicht ob ich vielleicht wieder gemeint war.

Beim Abschlussgespräch mit dem Oberarzt, welches in einem kleinen Büro mit hohen Decken, wo nur ein Tisch, ein Schrank und 3 Stühle standen, wurde mir sehr hallend und wenig verstehend erklärt dass ich kein Ci benötige weil es anders klingen würde und ich noch nicht schlecht genug hören würde!

Ich erwähne hier gerne noch einmal:
„ …Schwerhörig an Taubheit grenzend!“
Dieses Abschlußgespräch war die schlimmste Hörbarriere die ich je erlebt habe. Da diese Menschen gewusst haben müssen wie es richtig gewesen wäre.
Man sollte meinen, dass eine Klinik, die sich mit dem Thema Schwerhörigkeit auseinandersetzt mehr Feingefühl und Respekt zeigt.
Zum Glück gibt es die Möglichkeit einer zweiten Meinung. Das Team der MHH, Ärtzte, Chirurgen, Schwestern, Ingenieure, kann ich diesbezüglich nur loben!!
Ich bin heute, nach 1 1/2 Jahren unglaublich glücklich und sehr gut hörend mit meinem CI Und 100% Sprachverstehen wenn’s ruhig ist.

im Moment dominiert leider die Mund - Nasen Maske Im THeater gibt es nur Kopfhörer, keine Ringsch

Impfzentren in BW, Kommunikation und Verstehen durch Maske erschwert, Begleitung benötigt, auch im Aufklärungsfilm keinerlei Gebärden-Dolmetscher-Einblendung. Ein Armutszeugnis. Auch weil es eine Möglichkeit ist, Hörende auf Hörbehinderung aufmerksam zu machen.

In der ersten Coronawelle vor einem Jahr:
Arzthelferin hat Gebrüll damit ich verstehe….. habe zurückgebrüllt und mir diesen Ton verboten!!! Erklärung an die Dame folgte im Anschluss mit der Bitte der Rücksichtnahme und wie sie besser mit Schwerhörigen kommunizieren könnte.

In einer Gesprächsrunde mit FM-Anlage beschwerte sich eine Teilnehmerin sehr gestikulierend über die Ignoranz von Guthörendenden in einem Gespräch. Die Teilnehmerin wedelte sehr mit dem Mikrofon der Anlage, so dass wir sie schlecht verstanden. Wir wiesen mehrmals darauf hin, dass wir ebenfalls schwerhörig seien.

In Fernsehfilmen mit lauten Hintergrundgeräuschen und wenn eine Fremdsprache ins deutsche übersetzt wird und die Fremdsprache wird ebenfalls übertragen, dann versehe ich kein Wort.

In Supermärkten wird immer mehr drauf geachtet das die Kassiererinnen hinter dem Glas keinen Mundschutz tragen, dies sollte ausgeweitet werden.
Negativ ist immer noch bei Vorstellungsgesprächen der Zwang des Mund-Nasen-Schutzes, es ist einfach eine Frechheit das man da keine Rücksicht nehmen kann/möchte

Ja, ich hab schon oft die Gesprächspartner darauf hingewiesen bitte langsamer zu sprechen. Leider gehen die Personen nicht wirklich darauf ein, sondern fangen an mehr zu schreien. Dann versuche ich die Personen zu erklären, dass dies keine Lösung ist. Dann passiert es, dass die Person abwendet.

Lautsprecherdurchsagen an Bahnhöfen sind absolut unverständlich, ebebso das Verstehen mit Maske hinter Plexiglasscheiben in Banken oder Ämtern

Lautsprecherdurchsagen generell

Leider erlebte ich es öfters bei Festen, die in Räumen stattfanden ( vor Corona ), dass Freunde sich unterhielten und lachten und ich sehr schwer den Gesprächen folgen konnte. Dann half es mir auch nicht auf der Grund der schlechten Raumakustik und der Hintergrundgeräusche das Gesagte zu wiederholen.

Masken und hallende Böden beim HNO- Arzt- 70% der Anwesenden im vollen Wartezimmer waren sich im selben Moment unsicher, was der Inhalt der letzten Anweisung war (wo warten? welche Papiere? usw.)

Mein Mann kommt nach Hause, während ich das Abendessen am Herd zubereite. Der genaue Zeitpunkt steht nicht fest. Ich höre um diese Zeit Radio mit Nachrichten des Tages und bin selbstverständlich bereit, mein CI auf Normalbetrieb zurück -, das Radio sowie das MiniMic von Cochlear aus zu stellen, um meinen Mann zu begrüßen und um ihn zu verstehen. Manchmal nehme ich gar nicht wahr, dass er gekommen ist, da ich die Nachrichten über Bluetooth direkt ins Ohr (CI) übertragen bekomme. Eine schwierige Situation für uns beide… Ich kann mich beimbesten Willen nicht sofort auf Hören (meinen Mann) umstellen, da ich mindestens zuerst 2 Geräte (CI und Radio) bedienen muss…! Bis dahin ist mein Mann u.U. schon wieder raus aus der Küche… Solche Situation kann sich auch mitten am Tag ergeben, wenn mein Mann in seinem Zimmer arbeitet, während ich gerade etwas mit meiner ‘Spezialeinstellung’ höre und er kommt, um mit mir zu sprechen. Diese Situation ist dann aber wesentlich entspannter.

Noch ein Highlight: Unsere erwachsene Tochter kommt öfter zu Besuch. Es passiert sehr leicht, dass sie nach kurzer Zeit ein Thema mit ihrem Vater erörtert und ich direkt daneben sitze, ohne erfolgreich zuhören zu können (Sprachstil/Schnelligkeit/ Lautstärke…). Manchmal lege ich dann mein Minimic auf den Tisch, um zu lauschen. Aber eigentlich fühle ich mich, ohne dass das böse

von Tochter und Mann gemeint ist, ‘abgehängt’. Wenn ich alleine mit einem der beiden spreche, klappt die Kommunikation in der Regel gut (Nebengeräusche reduzieren etc., s.o.)

Mein negatives Highlight derzeit: Im Teammeeting ist es keine Option, Maske abzusetzen für den Redebeitrag. Die Krankenkasse verweigert mir sowohl Hilfsmittel als auch widerspruchsfähigen Bescheid seit Sept. 2020. Erst hieß es, ich könne versuchen, die Hürden bzgl. Datenschutz und IT zu nehmen für Schriftdolmetscher. Es ist mir gelungen, jetzt darf ich keinen Schriftdolmetscher nutzen, weil meine Chefin sich weigert den entsprechenden Antrag zu stellen.

Negativ: unfreundliches, patziges Gegenüber am Infoschalter der Bahn. Einzeln ohne Warteschlange !

Meine Tipps und Bitten wurden anfänglich beachtet. Nach kurzer Zeit sprechen die Leute dann wieder schnell und undeutlich. Ausnahme: Einer meiner Enkel!!

Menschen die leise und ohne Betonung sprechen kann ich kein Gespräch führen.
Das aller schlimmste ist, mit dem Mund und Nasenschutz. Dadurch fühle ich mich schrecklich ausgegrenzt. :-(((((( Und auch hilflos. Es kratzt sehr an meinem selbstbewustsein. Macht traurig und wütend. Danke

negativ:
Hör- Lernübungen in der REHA mit Mundschutz und Plexiglasabdeckung, Nichtmuttersprachler welche nach der erbetenen zweiten Wiederholung derart genervt reagieren-> besonders am Telefon eine Katastrophe!!!

negativ: Schalter im Service Center der Bahn in Hannover, der explizit ausgewiesen war für Hörgeschädigte: Die Mitarbeiterin an diesem Schalter war nicht eingewiesen worden in die Technik und war nicht in der Lage, sich mit mir zu verständigen.

Negatives Beispiel ist ein Theaterbesuch gewesen:
Obwohl eine Höranlage für Schwerhörige im Theater vorhanden war und ich vor der Veranstaltung schriftlich den Bedarf angemeldet hatte, hat sie nicht funktioniert.
Natürlich war ich sehr enttäuscht. Die Aussage, es tut mir leid, hilft dabei nur wenig, denn die Theatervorstellung konnte ich nicht vollumfänglich genießen bzw. hören.

Plötzlicher Gleiswechsel im Bahnhof. Unverständliche Lautsprecherdurchsage. Neg. Highlight: Familiäre Treffen

Predigt in der Kirche: nur hin und wieder ein Wort verstanden.
Radiohören im Auto nicht möglich, dadurch Verzicht auf Verkehrsstörungen und sonstige Hinweise.

Schlechte Telefonverbinungen, bei dem der Gesprächspartner das Telefon auf Freisprechanlagen zurückgreift. Durch diese Funktion kommen oft Echos zustande und das Mikrofon des Gesprächpartners ‘hört’ in den Raum. So ist das Mikrofon nicht direkt am Mund des Gesprächpartners. Dies hat zur Folge, dass sämtliche Geräusche im Raum hörbar sind und die Sprachverständlichkeit beeinträchtigen.

Sitze im Zug, Durchsage nicht verstanden,
Keinerlei Anzeige, erst als alle Menschen den Zug verlassen hatte habe ich bemerkt, dass dieser Zug nicht fahrtüchtig war und der Ersatzzug für mich mich mehr erreichbar

Sizuation in der Gruppe am Tisch: Dunkelheit, kein Mundbild….. ‘macht doch mal bitte das Licht an, damit ich euch verstehen, hören kann’

Studium, erste Vorlesung bei diesem Professor. Großes Auditorium = Mikrofon für den Hörsaal. Zusätzliches Mikrofon für die Videoaufnahme. Da kommt ihm mein eigenes Mikrofon (FM-Anlage)

 

gar nicht recht. Er hat es in die Brusttasche des Anzugs gesteckt, meine Bitte, doch das Antennenkabel frei hängen zu lassen, wurde ignoriert. Ich konnte der Vorlesung sehr schlecht folgen, da der Empfang einfach nicht gut war. Auf meine weitere Bitte nach der Vorlesung, doch bitte zukünftig auf ein frei hängendes Antennenkabel zu achten, da ich sonst der Vorlesung nicht folgen könne, kam die lapidare Antwort, das sei ‘mein Problem’ …

Telefonate mit fremden Personen sind meist nicht möglich oder der Gesprächspartner hat keine Geduld und beendet das Gespräch.
Mit Familie und nahen Freunden, die meine Situation kennen, ist die Verständigung gut. Dafür bin ich sehr dankbar.

Wenn es die wunderbaren Cochleaimplantate nicht gäbe, wär man von der Umwelt abgeschieden.

Einkaufen in großen Supermärkten sehr unangenehm, da viele laute Nebengeräusche Telefonieren und man versteht es nicht richtig und sagt im verkehkerten momet ja

Trotz Kenntnis der Schwerhörigkeit,auch im Familienkreis,werden diese Leute erst wieder aufmerksam,wenn ich als Betroffener mich an Gesprächen nicht mehr beteilige. Ich bezeichne diese Leute als gleichgültig.Ja teilweise als Egoisten.

Veranstaltungen allgemein

Vor einigen Jahren arbeitete ich in einem Großraumbüro mit einer laut rauschenden Klimaanlage. Meinen Vorgesetzten und meine KollegInnen hatte ich darüber Informiert, dass ich seit kurzem auf dem rechten Ohr nichts höre und z.B. auf der Basis argumentiert, dass ich mir in Meetings immer den Platz rechts außen nehme. Ich saß an meinem Arbeitsplatz mit dem rechten Ohr zum Gang und bat darum, dass ich von links oder vorne angesprochen werde. Mein Vorgesetzter konnte sich das leider nicht merken. Eines Tages nahm ich erst wahr, dass er rechts hinter mir stand, als er meinen Namen so laut brüllte (ich nehme an, er hatte meinen Namen mehrfach hintereinander immer lauter werdend ausgesprochen/gerufen), dass sich alle im Büro zu uns umdrehten.

„Super“ fand ich auch die Headsets des Audio-Guides in einem Museum in Rom. Diese konnten nur am rechten Ohr getragen werden. Das hieß für mich auf dem rechten Ohr Ertaubte: leider keine Audio-Tour im Museum für mich.

wen man beim Sprechen kein blick kontakt zu seinem Gesprächspartnern hat oder nur leise gesprochen wird. Ebenso wen zu viele Leute gleichzeitig Reden.

Wenn im Radio staumeldungen durch Anrufer durchgegeben werden, kann ich diese nicht verstehen. Ich hab mit dem sender Kontakt aufgenommen diese doch in Kurzform zu wiederholen. Keine Chance, was sich geändert hat die durchsagen werden nicht mehr mit Hintergrund Musik unterlegt. Aber nur damit man aufmerksamer zuhört, es ging nicht ums bessere verstehen. Durchsagen im Zug oder Bahnhof bekomme ich nie ganz mit, aber da kann ich nachfragen was aber auch lästig ist.

Wenn im Supermarkt plötzlich eine weitere Kasse geöffnet wird Und die Menschen urplötzlich den Standort wechseln.
Warum
Die Durchsage höre und verstehe ich niemals

Und muss mich dann immer wieder von vorne in die warte Reihe begeben.

Wichtige Reden, nicht zu verstehen, ist äußerst frustrierend und belastend. Ich denke dabei z. B. an die Beerdigung meines Sohnes.

Äußerst negativ: Coronasituation mit Maskenpflicht und insbesondere den WEBinaren, welche zunehmend die Vor-Ort Seminare ersetzen. Das ist für mich der Super-GAU. Bis jetzt weiß ich

keine Lösung, zumal ich auch nicht richtig gebärdensprachkompetent bin. Da muss UNBEDINGT was unternommen werden.

Neutral oder Bemerkungen

Arztpraxen mit schallisolierungen Materialien ausstatten, Flughäfen und Bahnhöfe mit gesonderten Abfertigungsschaltern für Hörgeschädigte, alle Behörden oder Banken sollten einen Raum für Hörgeschädigte zur Besprechung zur Verfügung stellen können.

Das aufrufen im Wartezimmer beim Arzt sollte nicht über Lautsprecher erfolgen.

Ich bin Stellvertretender Vorsitzender des Schwerhörigen Verein Dresden und bemühe mich mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel das beste aus dem Problem der Kommunikation zu machen
Mit freundlichen Grüßen Uwe Märtens

Nein, aber einen hörgeschädigten an sehen ist Grundbedingung Wäre super wenn es Fahrradhelme extra für Implantate gebe