SHG-Leiter-Seminar der DCIG in Rodgau vom 26. – 28.10.201

SHG-Leiter-Seminar der DCIG in Rodgau vom 26. – 28.10.201SHG-Leiter-Seminar der DCIG in Rodgau vom 26. – 28.10.2018

In der Zeit vom 26. – 28.10.2018 besuchte ich in Rodgau (Landkreis Offenbach) das alle zwei Jahre stattfindende Informations- und Austauschseminar für CI-Selbsthilfegruppen-Leiter. Für mich, als »Neuling« war es sehr spannend, die vielen teilnehmenden CI-Träger kennenzulernen. Obwohl ich in den drei Tagen nur mit einem Teil der über 50 Teilnehmenden sprechen konnte. Es gab ja auch ein eng getaktetes Programm unter dem großen Thema »Kompetent beraten«. Schon am Abend des Anreisetages begann das Schulungsprogramm unter der Moderation von Barbara Gängler und Viola Dingler, die sich in ihren jeweiligen Aufgabenbereichen ausgezeichnet ergänzten.

Der zweite Tag begann nach einer kurzen Aufwärmphase mit einem Vortrag von Dr. Kathy Küchenmeister von der Uni Dresden über das Thema »Beratung«. Sie erklärte uns die verschiedenen Wirkfaktoren und Formalisierungsgrade von Beratung und die verschiedenen Beratungsbeziehungen. Nach dieser theoretischen Einweisung wurde die Frage aufgeworfen, ob für eine gute Beratung ein Konzept erforderlich ist. Es ging auch darum herauszufinden, welche Motive die Beratenden zu ihrem ehrenamtlichen Engagement geführt haben.
Und dann wurde es konkret: In Kleingruppen haben wir alltagsnahe und schwierige Beratungssituationen durchgespielt. Zwei oder drei Teilnehmer suchten sich ein Thema und führten darüber ein Beratungsgespräch, und der Rest der Kleingruppe waren die Beobachter. Im Anschluss wurden im Plenum die Ergebnisse vorgetragen und diskutiert.

Am Nachmittag ging es um Dos und Dont`s` (tun und nicht tun) der Beratung. Es wurde eine Vielzahl von Aussagen, wie z.B. „Du bist nicht allein“ (Do) oder „Du musst das so oder so machen“ (Dont) gesammelt und der jeweiligen Liste zugeordnet. Diese Zusammenstellung kann für unsere praktische Arbeit in den Gruppen eine wertvolle Hilfe sein.

Der Abend dieses Tages wurde zum persönlichen und individuellen Austausch zwischen den Teilnehmenden genutzt. Die Hotelbar und die Lobby waren gut besucht und es herrschte eine sehr entspannte, aber auch fröhliche Atmosphäre. Ich hatte den Eindruck, ich befinde mich in einer sehr, sehr großen Familie.

Der Samstag-Vormittag war einer Zusammenfassung der angesprochenen Themen und den erarbeiteten Ergebnissen gewidmet. Mit einem gegenseitigen Dank und dem Wunsch und dem Versprechen, diese Form der Kommunikation fortzusetzen, endete die Veranstaltung.

 

Von: Hartmut Wahl

Anette Spichala: Mein Weg zum CI

Anette Spichala: Mein Weg zum CI

Mein Name ist Anette Spichala, 67 Jahre alt, bin verheiratet und habe 2 erwachsene Kinder.
Seit dem 2. Lebensjahr bin ich durch Krankheit ertaubt. Erst mit Beginn der Einschulung in die Schule für Schwerhörige und Sprachkranke in Dortmund bekam ich mein erstes Hörgerät links. Später besuchte ich die Volksschule, dann eine Waldorfschule. Eine Ausbildung zur Bauzeichnerin war der nächste Schritt. Diesen Beruf übte ich bis zu meinem Ruhestand aus.

Mein Problem die ganzen Jahre war das Sprachverstehen, ich habe nur im Tieftonbereich etwas gehört und musste zum besseren Verstehen alles von den Lippen absehen. Was ich nicht hören und verstehen konnte, habe ich erlesen. Mit einem zweiten Hörgerät auf der rechten Seite habe ich es später versucht, aber es hatte keinen Erfolg. Im Laufe der letzten Jahre wurde das Hören immer schlechter.

Im März 2010 bekam ich mein erstes Cochlea-Implantat (CI) auf der rechten völlig tauben Seite. Es hat 18 Monate gedauert, bis ich den ersten Ton wahrgenommen habe! Das zweite CI ist links im März 2013 eingesetzt worden und nach der Anpassung konnte ich bald die ersten Töne wahrnehmen. Heute bin ich glücklich über die vielen Geräusche, die ich in meinem Leben noch nie gehört habe! Das Sprachverstehen kommt jetzt langsam mit viel Übung hinzu! Mit viel Geduld musste ich das Hören neu lernen und ich freue mich über jeden neuen kleinen Hörerfolg!

Die Aufgabe, Hörgeschädigten meine langjährigen Erfahrungen mit meiner an Taubheit grenzenden Innenohrschwerhörigkeit und als Cochlea-Implantat-Trägerin zu vermitteln, macht mir große Freude. Man lernt neue Menschen kennen und man lernt immer Neues dazu!

In Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover habe ich im Mai 2017 eine Selbsthilfegruppe eingerichtet. Mehr dazu unter Neue Selbsthilfegruppe in Niedersachsen

Wenn Sie in der Umgebung von Neustadt am Rübenberge und Umgebung wohnen, kommen Sie vorbei! Wir freuen uns auf Sie!

Anette Spichala

Kontakt:

E-Mail: anette.spichala@gmx.de Mobil: (SMS) 0173 1655678

SHG Wittmund

Unsere Gruppe wurde von zwei Frauen CI-Trägerinen (Annchen Oltmanns und Gisela Tjardes-Janssen) mit einer jungen Logpädin (Fenja Lehnhoff) am 25 Juli 2016 gegründet.

2017 entstand der Kontakt zur Selbsthilfekontaktstelle Wittmund / Wilhelmshaven. Die dortige Leiterin Anke Wellnitz legte die Grundregeln für die Treffen der Selbsthilfegruppe und führte diese auch bis wir soweit waren, unsere Treffen selber zu gestalten.

Einen offiziellen Gruppenleiter(in) haben wir nicht gewählt. Aber alle haben mich gebeten die Öffentlichkeitsarbeit zu übernehmen. Ich habe mich dazu bereit erklärt und trete für die Gruppe daher auch nach außen in Erscheinung. Die Gründerinnen und weitere CI Träger(innen) sind die Motoren unserer Gruppe und wir haben bisher auch nicht notwendig gehalten eine(n) Vorsitzende(n) zu wählen.

Die CI-Gruppen Treffen finden jeden 4. Dienstag im Monat im Sniederhus, Am Kirchplatz 5 in 26409 Wittmund statt. 

Rolf Münch

Kontakt:
Selbsthilfegruppe für Hörbehinderte Wittmund
Erlenhain 9
26409 Wittmund
Tel.: 04973-882
E-Mail: rolf_muench@gmx.de

NEUE SELBSTHILFEGRUPPE IN NIEDERSACHSEN

Selbsthilfegruppe für Hörgeschädigte + Cochlea-Implantatträger
in Neustadt am Rübenberge + Umgebung

In Neustadt am Rübenberge in der Region Hannovers besteht seit Mai 2017 eine Selbsthilfegruppe. Wir sind eine gemischte Gruppe mit zur Zeit 8 CI - und Hörgeräte - Träger. 

Wir treffen uns jeden 1. Dienstag im Monat ab 15:30 Uhr in der Begegnungsstätte Silbernkamp 6
- Eingang Albert-Schweitzer-Straße - zu einem zwanglosen geselligen Beisammensein. 

HÖREN begleitet uns unser ganzes Leben. Es wird durch unsere Hörschädigungen geprägt und in vielen Lebensbereichen negativ beeinflusst! Deshalb tauschen wir gemeinsam unsere Erfahrungen und Probleme, Vorstellungen und Ängste aus. Hier erhält man auch Infos zu technischen Hilfsmitteln und Neuigkeiten. Gegenseitige Hilfe und gemeinsame Bewältigung der Situationen bei den verschiedenen Hörschädigungen sind uns sehr wichtig!

Interessierte, Betroffene und Angehörige können jederzeit zum nächsten Treff vorbeikommen.
Wir laden auch die Herstellerfirmen und Mitarbeiter von Kliniken ein - auch ein Grillnachmittag oder Ausflüge sind in unserem Programm mit dabei!

Wenn Sie hier in der Umgebung von Neustadt am Rübenberge und Umgebung wohnen, kommen Sie vorbei! Wir freuen uns auf Sie!

Kontakt: Anette Spichala - nur SMS 0173 1655678
  Frauke Bürger     05034 72853122

               E-Mail: ci-shg-nrue@gmx.de

Interview mit dem neuen Kassenwart Ulrich Stenzel

Interview mit dem neuen Kassenwart Ulrich Stenzel

1. Eckdaten zu deiner Person, …z.B…Beruf, Hörstatus, Ehrenamt, Hobby, was dir sonst wichtig ist

  • 1963 in der schönsten Stadt, also Flensburg, geboren, 1966 aus unbekannten Gründen schwerhörig geworden, 1969-1980 Grund- und Realschule in Staatl.Internatsschule für Hörgeschädigte, 1980-1983 Gymnasium in Flensburg; 1983-1991 Studium der Archäologie, Nordistik und Geschichte in Berlin (West), Bergen (Norwegen) und Kiel, M.A, 1991, 1992-1995 Ausbildung zum Archivar am Landesarchiv in Schleswig, seit 1995 Archivar am Landeskirchlichen Archiv der Nordkirche in Kiel
  • seit 1988 glücklich verheiratet und seit 1989 bzw. 1991 mit zwei tollen Töchtern gesegnet
  • Wie heißt es so schön: an Taubheit grenzend schwerhörig. HG-Versorgung von Anfang an, 2008 implantiert und deutlich besser hörend, höre nur manchmal nicht zu….
  • Hobbies sind der Hund, Tischtennis, Lesen, Kochen

2. Wenn du eine berühmte Persönlichkeit (egal ob lebendig oder Tod) treffen dürftest, wer wäre es und warum?

Da gibt es viele. Ötzi, Lenin, Bismarck…

3. Wenn du eine Sache auf der Welt verändern dürftest, was wäre das und warum?

Die Kriege abschaffen. Eine große Sache, ich weiß, aber dann hätten wir viele andere Probleme nicht.

4. Auf was könntest du in deinem Leben nicht verzichten?

Sich selbst akzeptieren mit allen Stärken und Schwächen

5.Gibt es ein Geräusch das du am liebsten niemals hören würdest oder gehört hast?

Flöte möchte ich nicht hören, bis heute unangenehm.

6. Was macht dir an deinem Ehrenamt besonders Spaß und warum?

Eine gute Sache voranbringen. Und ich kann anderen, die viel Arbeit leisten, ein Stück Arbeit abnehmen – nämlich die lästigen Finanzen!

7. Was ist dein nächstes Projekt?

Neben den Finanzen die neue Datenbank zur Verwaltung der Mitglieder und der Finanzen wirklich kennenlernen!
Gut, für manche ist das kein Projekt, aber es ist schon Arbeit.

8. Wenn du 3 Wünsche frei hättest, welche wären das?

  • dass die Menschen friedlich miteinander umgehen
  • dass wir ganz schnell viel umsetzen können, um die Umwelt zu schützen
  • und viel Geld, um Menschen zu unterstützen (und sich ein wenig mehr leisten zu können ☺)

Lebensweisheit?

Steh zu deinen Fehlern und lerne draus und riskiere andere Fehler!