Angelina Hübner – Selbsthilfegruppe Einbeck

Angelina Hübner - Selbsthilfegruppe Einbeck

Mein Name ist Angelika Lina Hübner. Ich habe die SHG für Hörgeschädigte Einbeck im September 2006 mit vier Personen ins Leben gerufen und leite sie seitdem. 

Einbeck liegt ca. 50 km nördlich von Göttingen.  Meine Gruppe arbeitet auf ehrenamtlicher Basis und ist eine offene Gruppe. 

Der Grund der Gründung war, dass meine Freundin Elvira Kämmerer und mein ehemaliger Logopäde Ralf Tesmar, mich motivierten, da in unseren Landkreis keine SHG für Hörgeschädigte gab.  Der nächste Grund war: Ich habe mich im Jahr 2001 in der MHH implantieren lassen und das CI war im meinen Heimatort total unbekannt. Bis dahin konnte ich mich nur mit Herrn Tesmar austauschen und das war mir zu wenig. 

Ich hatte einen schweren Anfang, da viele Personen Angst vor den CI hatten. Eines Tages bot mir Herr Tesmar an, er würde meine Gruppe ehrenamtlich unterstützen, was er bis heute macht.

Danach ging es steil bergauf, es kamen immer mehr Interessierte. 

Als es bekannt wurde, dass die Uni- Klinik Göttingen - Abteilung HNO auch CI`s implantieren wird, beschloss ich, eine Kooperation mit der Klinik einzugehen. Natürlich blieb der Kontakt zum Deutschen Hörzentrum in Hannover erhalten. Nach und nach kam die Gruppe ins Rollen. 

Wir treffen uns einmal im Monat  in der Logopädischen Praxis Tesmar, in der Dr. Friedrich- Uhde- Str. 1 in Einbeck. 

Seminare, Veranstaltungen, REHA- Kliniken besuche ich auch regelmäßig, und pflege Kontakt zu Fachgeschäften wie z.B. Kind- Hörgeräte, Amplifon, Böckhoff und Firma Gnadenberg sowie zu Fachärzten, wie z.B. Dr. Andreas Gabriel aus Göttingen und Dr. Englert aus Einbeck. 

Dadurch bekomme ich viele neue Informationen, die ich der Gruppe präsentiere.

Seit drei Jahren tragen auch mal Mitglieder einen Vortrag vor. Wir pflegen  auch untereinander Kontakte und geben uns Tipp und Ratschläge weiter.

Es kamen auch Freizeitgestaltungen dazu, die wir bis heute durchführen, wie Kegeln, zwei öffentliche Veranstaltungen und eine Weihnachtsfeier. 

Mittlerweile sind wir 23. Mitglieder und sind bei jeden Treffen ca. 10. Personen. Bei den Veranstaltungen nehmen zwischen 20 und 50 Personen teil english college. Vor sechs Jahren begann ich Beratungsgespräche, da ich bei den Treffen nicht alle Fragen beantworten konnte. 

Ich berate heute auch in Einzelgesprächen, in jeden Bereich der Hörschädigung wie Hörgeräte, CI und CI- Operation. 

CI- SHG „Rund ums Ohr“ in Kiel

CI- SHG „Rund ums Ohr“ in Kiel

Niemand hat so viel Verständnis wie ein anderer Betroffener - nicht einmal die Familie und Freunde.

Es gibt Erfahrungen die möchte man gerne mit anderen teilen. Teilweise brauchen wir auch Unterstützung, unsere Gruppe bietet Raum und  Gelegenheit dazu.

Wir sind ein Zusammenschluss von Menschen mit gleichen Problemen. Wir treffen uns regelmäßig, tauschen Informationen und Erfahrungen aus und helfen sich bei Bedarf. Jeder Betroffene ist willkommen.

In unserer SHG treffen sich Betroffene, Angehörige und Interessierte. Schwerpunkte sind Erfahrungsaustausch, Referate, gemeinsame Unternehmungen sowie Geselligkeit.

Im Laufe der der Zeit entstand ein „harter Kern“. Die meisten von uns sind Frauen. Diese kommen in der Regel zu jedem Gruppentreffen english college. Auch eine gewisse Verbindlichkeit hat sich eingestellt. Im Verhinderungsfall sagt man ab, Überprüfen Sie meinen Blog.

Außer im August treffen wir uns jeden ersten Mittwoch im Monat um 14:30 Uhr bis ca. 17:00 Uhr im AWO Stadtteilkaffee in der Vaasastr. 2 Kiel-Mettenhof. Buslinie 6/100/ 10Haltestelle Bergenring

Gruß

Angela Baasch

Anette Spichala: Mein Weg zum CI

Anette Spichala: Mein Weg zum CI

Mein Name ist Anette Spichala, 67 Jahre alt, bin verheiratet und habe 2 erwachsene Kinder.
Seit dem 2. Lebensjahr bin ich durch Krankheit ertaubt. Erst mit Beginn der Einschulung in die Schule für Schwerhörige und Sprachkranke in Dortmund bekam ich mein erstes Hörgerät links. Später besuchte ich die Volksschule, dann eine Waldorfschule. Eine Ausbildung zur Bauzeichnerin war der nächste Schritt. Diesen Beruf übte ich bis zu meinem Ruhestand aus.

Mein Problem die ganzen Jahre war das Sprachverstehen, ich habe nur im Tieftonbereich etwas gehört und musste zum besseren Verstehen alles von den Lippen absehen. Was ich nicht hören und verstehen konnte, habe ich erlesen. Mit einem zweiten Hörgerät auf der rechten Seite habe ich es später versucht, aber es hatte keinen Erfolg. Im Laufe der letzten Jahre wurde das Hören immer schlechter.

Im März 2010 bekam ich mein erstes Cochlea-Implantat (CI) auf der rechten völlig tauben Seite. Es hat 18 Monate gedauert, bis ich den ersten Ton wahrgenommen habe! Das zweite CI ist links im März 2013 eingesetzt worden und nach der Anpassung konnte ich bald die ersten Töne wahrnehmen. Heute bin ich glücklich über die vielen Geräusche, die ich in meinem Leben noch nie gehört habe! Das Sprachverstehen kommt jetzt langsam mit viel Übung hinzu! Mit viel Geduld musste ich das Hören neu lernen und ich freue mich über jeden neuen kleinen Hörerfolg!

Die Aufgabe, Hörgeschädigten meine langjährigen Erfahrungen mit meiner an Taubheit grenzenden Innenohrschwerhörigkeit und als Cochlea-Implantat-Trägerin zu vermitteln, macht mir große Freude. Man lernt neue Menschen kennen und man lernt immer Neues dazu!

In Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover habe ich im Mai 2017 eine Selbsthilfegruppe eingerichtet. Mehr dazu unter Neue Selbsthilfegruppe in Niedersachsen

Wenn Sie in der Umgebung von Neustadt am Rübenberge und Umgebung wohnen, kommen Sie vorbei! Wir freuen uns auf Sie!

Anette Spichala

Kontakt:

E-Mail: anette.spichala@gmx.de Mobil: (SMS) 0173 1655678