Interview Michaela Korte – 2. Vorsitzende CIV-Nord

Interview Michaela Korte – 2. Vorsitzende CIV-Nord

Interview mit Michaela Korte - 2. Vorsitzende CIV-Nord


1. Eckdaten zu deiner Person, z.B. Beruf, Hörstatus, Ehrenamt, Hobby, was dir sonst wichtig ist

Vor 49 Jahren wurde ich in Berlin geboren und lebe seit 17 Jahren in Kappeln an der Schlei im wunderschönen Schleswig-Holstein. Verheiratet bin ich seit 21 Jahren, mein Mann ist gebürtiger Norddeutscher.

Mein Wohnort liegt sehr ländlich, somit habe ich die Möglichkeit, unser eigenes Geflügel großzuziehen. Auch zwei Katzen, eine Schildkröte und derzeit drei Schafe leben jetzt bei uns.

Beruflich bin ich zuletzt in der Altenpflege tätig gewesen, aber seit vielen Jahren beziehe ich eine Arbeitsunfähigkeitsrente. Vor 16 Jahren bin ich beidseits spätertaubt und inzwischen bin ich bilateral mit CI`s versorgt.

2. Wenn du eine berühmte Persönlichkeit (egal ob lebendig oder Tod) treffen dürftest, wer wäre es und warum?

  • Eine mädchenhafte Schwärmerei konnte ich bis heute nicht ablegen: Bruce Springsteen zu treffen, das wäre toll! Seine Musik, als Mensch und Mann ist er für mich beeindruckend.
  • Helmut Schmidt „Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen.“ ein toller Satz, er spiegelt die Bodenständigkeit wieder.

3. Wenn du eine Sache auf der Welt verändern dürftest, was wäre das und warum?

Es dürfte kein Geld geben auf der Erde, Geld und Gewinnstreben ist der Anfang ALLEN Übels

4. Auf was könntest du in deinem Leben nicht verzichten?

Auf liebe Menschen, mit denen ich befreundet sein darf, auf meinen Mann und ….

Schokolade….leider!

5. Gibt es ein Geräusch das du am liebsten niemals hören würdest oder gehört hast?

Nein.

5. Was macht dir an deinem Ehrenamt besonders Spaß und warum?

Dadurch, da ich nicht arbeiten gehe, ist das Ehrenamt eine wichtige Sache in meinem Leben:

  • Sich für etwas zu engagieren, was anderen Menschen zugutekommt und
  • anderen aufzeigen wie gut es sich mit einem CI leben lässt.
  • Auch konnte ich viele tolle Menschen kennenlernen.

6. Was ist dein nächstes Projekt?

Och…einiges, das SHG-Leiter Seminar des CIVN im Herbst 2019, der Mitgliederausflug des CIVN und die Mit-Organisation der Fachtagung DCIG/CIVN in Hamburg 2020 

7. Wenn du 3 Wünsche frei hättest, welche wären das?

  • Gesund bleiben,
  • Nordlichter nördlich des 60. Breitengrades zu sehen,
  • den 3. Wunsch aufheben, bis ich ihn brauche..

8. Hast du noch eine Lebensweisheit für uns?

Was du nicht versuchst …kannst du nicht schaffen!

Angelina Hübner – Selbsthilfegruppe Einbeck

Angelina Hübner - Selbsthilfegruppe Einbeck

Mein Name ist Angelika Lina Hübner. Ich habe die SHG für Hörgeschädigte Einbeck im September 2006 mit vier Personen ins Leben gerufen und leite sie seitdem. 

Einbeck liegt ca. 50 km nördlich von Göttingen.  Meine Gruppe arbeitet auf ehrenamtlicher Basis und ist eine offene Gruppe. 

Der Grund der Gründung war, dass meine Freundin Elvira Kämmerer und mein ehemaliger Logopäde Ralf Tesmar, mich motivierten, da in unseren Landkreis keine SHG für Hörgeschädigte gab.  Der nächste Grund war: Ich habe mich im Jahr 2001 in der MHH implantieren lassen und das CI war im meinen Heimatort total unbekannt. Bis dahin konnte ich mich nur mit Herrn Tesmar austauschen und das war mir zu wenig. 

Ich hatte einen schweren Anfang, da viele Personen Angst vor den CI hatten. Eines Tages bot mir Herr Tesmar an, er würde meine Gruppe ehrenamtlich unterstützen, was er bis heute macht.

Danach ging es steil bergauf, es kamen immer mehr Interessierte. 

Als es bekannt wurde, dass die Uni- Klinik Göttingen - Abteilung HNO auch CI`s implantieren wird, beschloss ich, eine Kooperation mit der Klinik einzugehen. Natürlich blieb der Kontakt zum Deutschen Hörzentrum in Hannover erhalten. Nach und nach kam die Gruppe ins Rollen. 

Wir treffen uns einmal im Monat  in der Logopädischen Praxis Tesmar, in der Dr. Friedrich- Uhde- Str. 1 in Einbeck. 

Seminare, Veranstaltungen, REHA- Kliniken besuche ich auch regelmäßig, und pflege Kontakt zu Fachgeschäften wie z.B. Kind- Hörgeräte, Amplifon, Böckhoff und Firma Gnadenberg sowie zu Fachärzten, wie z.B. Dr. Andreas Gabriel aus Göttingen und Dr. Englert aus Einbeck. 

Dadurch bekomme ich viele neue Informationen, die ich der Gruppe präsentiere.

Seit drei Jahren tragen auch mal Mitglieder einen Vortrag vor. Wir pflegen  auch untereinander Kontakte und geben uns Tipp und Ratschläge weiter.

Es kamen auch Freizeitgestaltungen dazu, die wir bis heute durchführen, wie Kegeln, zwei öffentliche Veranstaltungen und eine Weihnachtsfeier. 

Mittlerweile sind wir 23. Mitglieder und sind bei jeden Treffen ca. 10. Personen. Bei den Veranstaltungen nehmen zwischen 20 und 50 Personen teil. Vor sechs Jahren begann ich Beratungsgespräche, da ich bei den Treffen nicht alle Fragen beantworten konnte. 

Ich berate heute auch in Einzelgesprächen, in jeden Bereich der Hörschädigung wie Hörgeräte, CI und CI- Operation. 

CI- SHG „Rund ums Ohr“ in Kiel

CI- SHG „Rund ums Ohr“ in Kiel

Niemand hat so viel Verständnis wie ein anderer Betroffener - nicht einmal die Familie und Freunde.

Es gibt Erfahrungen die möchte man gerne mit anderen teilen. Teilweise brauchen wir auch Unterstützung, unsere Gruppe bietet Raum und  Gelegenheit dazu.

Wir sind ein Zusammenschluss von Menschen mit gleichen Problemen. Wir treffen uns regelmäßig, tauschen Informationen und Erfahrungen aus und helfen sich bei Bedarf. Jeder Betroffene ist willkommen.

In unserer SHG treffen sich Betroffene, Angehörige und Interessierte. Schwerpunkte sind Erfahrungsaustausch, Referate, gemeinsame Unternehmungen sowie Geselligkeit.

Im Laufe der der Zeit entstand ein „harter Kern“. Die meisten von uns sind Frauen. Diese kommen in der Regel zu jedem Gruppentreffen. Auch eine gewisse Verbindlichkeit hat sich eingestellt. Im Verhinderungsfall sagt man ab.

Außer im August treffen wir uns jeden ersten Mittwoch im Monat um 14:30 Uhr bis ca. 17:00 Uhr im AWO Stadtteilkaffee in der Vaasastr. 2 Kiel-Mettenhof. Buslinie 6/100/ 10Haltestelle Bergenring

Gruß

Angela Baasch