Workshop „Klangwelt hautnah erleben“ am 10.08.2019, Workshop 2

Workshop „Klangwelt hautnah erleben“ am 10.08.2019, Workshop 2

 

Workshop Klangwelt hautnah erleben“ am 10.08.2019, Workshop 2

 

 

 

Von der CI-Selbstgruppe aus Bremen bzw. von Katrin Haake bekam ich eine Mail, dass der Cochlear Implantat Verband Nord e.V ein Hörtrainingsangebot mit Musik und Bewegung für CI-Träger*innen jeden Alters veranstaltet. Herr Dipl.-Päd. Sascha Roder M. A. leitet das Projekt und führt diese Workshops durch. Im Anhang befand sich der entsprechende Flyer zu den verschiedenen Workshops. Ich entschied mich für das Hörtrainingsworkshop 10. August 2019, Workshop 2. Das Thema war Instrumentenerleben bei Streichern, mit Blechblas- und Holzinstrumenten. Die Schwerpunkte waren die Präsentation der einzelnen Musikinstrumente, die Kombination mehrerer Instrumente – vom Duett bis zum Quartett und zuletzt das Raumklang-Erleben mit verschiedenen Spielstationen – eine Musikreise unter anderem mit Werken von Ennio Morricone.

 

Am 10.08.2019 traf ich mich mit Katrin und Elmar Haake am Bremer Bahnhof, um mit den Zug nach Hamburg weiter zu fahren. Danach fuhren wir mit der S-Bahn nach Altona. Von dort aus gingen wir zu Fuß zum Stage School Hamburg. An dieser Schule fand der Hörtrainingsworkshop „Klangwelt hautnah erleben“ statt.

 

Der Start

 

Als wir eintrafen, hat Matthias Schulz (Vorsitzender vom CIVN Hamburg), der den Workshop organisiert hat, uns sehr nett empfangen. Wir plauderten noch eine Weile mit den anderen CI-Trägern. Wir stellten uns auch gegenseitig vor. In den sogenannten Seminarraum konnten wir nicht sofort rein, weil die Musiker extra für uns geprobt haben.

 

Nach der Probe durften wir den Raum betreten. Jeder nahm mit voller Spannung Platz. Matthias Schulz stellte Herrn Dipl.-Päd. Sascha Roder vor und erzählte uns, dass er Herr Roder für diesen Workshop gewinnen konnte und das die Workshops von der Krankenkasse IKK und dem CI-Hersteller Cochlear gefördert wurde. Herr Roder ist Sonderpädagoge und Soziologe. Seit einigen Jahren führt er in Zusammenarbeit mit dem HNO-Uniklinik Frankfurt unterschiedliche Musikprojekte für Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung. Herr Roder möchte gern, dass die CI-Träger*innen sich trauen, die Musik wahrzunehmen. So begleitete er uns durch die schöne Klangwelt.

alle spielen die Instrumente..

Der Workshop war in drei Modulen bzw. in drei Themen aufgeteilt, so dass zwischen Modulen eine Pause war, die sehr wichtig und auch notwendig war für die CI-Ohren.  Denn in den Modulen haben wir sehr viel über die verschiedenen Instrumente wie Querflöte, Violine, Bratsche, Cello und Trompete kennengelernt. Aus den Instrumenten kamen auch verschiedene Töne raus, die wir erspüren sollten.

 

Teil 1

 

Die Musiker waren auch sehr aktiv dabei und haben spielerisch uns die Instrumente gezeigt und vorgespielt. Wir konnten auch die Musik spüren, weil ein Musiker einem CI-Träger das Cello an die Brust gelegt hatte. Der CI-Träger spürte den Ton auf der Brust. Es war sehr emotional.

 

Es wurden verschiedene Musikstücke mit den Instrumenten vorgespielt und wir durften auch durch den Raum gehen und die Musik aus verschiedenen Perspektiven anhören. So wie es jeder für sich am angenehmsten empfand. Dabei stellte man fest, dass man das Cello überhaupt nicht mochte, weil das Instrument störend gehört hatte und wie es eine Teilnehmerin nannte, an die Schilddrüse ging. Es war in meinem Sinn auch echt nervig.

 

Teil 2

 

Dann sagte Herr Roder zu dem Musiker, er möchte doch mal bitte beim gleichen Stück nicht mitspielen. Die anderen Musiker hatten Probleme, ohne den Musiker am Cello zu spielen. Aber irgendwie funktionierte es dann doch noch und es klang unerwartet nicht mehr schön, dass Musikstück. Es war anders und komisch. So erklärten die Spieler uns, dass es wichtig ist ein nerviges Instrument dabei zu haben. Aber der Komponist hat es auch so gewollt, dass der Cello mit am Musikstück beteiligt ist .Ja, es war wirklich nachher nachvollziehbar, warum der Cello mitwirken muss.

alle hören aufmerksam zu!

Teil 3

 

Nach der verdienten Pause durften wir aussuchen, wie wir die Musik wahrnehmen wollten. Mitten im Raum auf einem Stuhl setzen oder hinter einander aufgestellt wie eine Schlange. Der erste an der Schlange wurde von Herrn Roder an die Hand genommen und durch den Raum mit geschlossenen Augen geführt. So konnten wir die Musik mit geschlossenen Augen wahrnehmen. Es war sehr interessant. wie ähnlich die Instrumente geklungen haben, obwohl es unterschiedlichen Instrumente waren. die Musiker standen mit ihren Instrumenten in dem Raum verteilt und jeder machte dann Musik. Nicht alle zusammen, sondern einzeln.

 

Wir konnten auch immer wieder Fragen an Herrn Roder, an die Musiker oder an Herrn Schulz stellen und die Fragen sehr nett beantwortet, so dass man zufrieden den Workshop verlassen konnte.

 

Ich bin auch sehr traurig, dass ich es leider nicht geschafft habe, mich für den nächsten Workshop „Bewegen nach Musik“, der am nächsten Tag. 11.08.2019 stattfand, anzumelden.

 

Nun hoffe ich sehr, dass es noch öfters solche Workshops angeboten werden. Ich finde auch, dass es für alle CI-Träger*innen angesprochen werden sollten und nicht nur, die am Anfang stehen. Auch die Älteren können so Zugang zur Musikwelt bekommen.

 

Ich hatte auch eine andere Musikveranstaltung für CI-Träger besucht und das war mir nicht so intensiv wie dieser Workshop „Klangwelt hautnah erleben“.

 

Verena Moriske

 

Hinweis: Dieser Workshop wurde unterstützt von der IKK und der Firma Cochlear

 

„Klangwelten hautnah erleben“

„Klangwelten hautnah erleben“

„Klangwelten hautnah erleben“

Ein Hörtrainingsangebot mit Musik und Bewegung für CI-Träger:innen

Der Hörtrainings-Workshop am 10.08.2019 in Hamburg wurde geplant und durchgeführt von Dipl.-Päd. Sascha Roder (M.A.).

Veranstalter war der Cochlea Implantat Verband Nord e.V.

Lag noch vor wenigen Jahren der Schwerpunkt des Neuen Hörens mit einem Cochlea Implantat auf dem Verstehen von Sprache, so möchten viele CI-Träger:innen heutzutage auch wieder Musik hören und wenn möglich genießen können.

Einen Zugang dazu möchte Sascha Roder mit seinem Workshop „Klangwelten hautnah erleben“anbieten. Für sein Projekt hat er professionelle Musiker:innen aus Hamburg mitgebracht.

Im Gepäck hatten sie Geige, Bratsche, Querflöte, Cello und Trompete. Ihre Instrumente haben die Musiker in Teil I des Workshops beschrieben und z.T. hautnah vorgestellt. Beispielsweise konnten sich die Teilnehmer den Korpus eines Cellos auf die Brust legen lassen und am eigenen Körper die Musik spüren, wenn der Musiker seinen Bogen über die Saiten streicht.

Das ist auch eine Besonderheit dieses Workshops. Der Zuhörer nähert sich der Musik mit mehreren Sinnen. Unser Gehirn hat nämlich eine jeweils andere Hörerwartung, je nachdem, ob wir sehen, wie der Cellist seinen Bogen über die Saiten führt, ob er sie mit einem Finger zupft oder mit mehreren Fingern ganze Akkorde erklingen lässt.

Musik ist mehr als nur Hören – der Mensch hört Musik auch mit den anderen Sinnen

Wenn die Musiker den Aufbau ihrer Instrumente beschreiben und damit ihre klanglichen Möglichkeiten darstellen, ist dies für den Zuhörer ein erster Schritt zum Musikverständnis. Bei der Geige wurde genau gezeigt, wie ein Ton zustande kommt, es wurde demonstriert, wie sich ein tiefer und ein hoher Ton anhört und dass die Geige leise und laute Töne spielen kann.

Flöten sind die ältesten erhaltenen Musikinstrumente der Menschheit. Schon vor 35.000 Jahren schnitzte der Mensch Flöten aus den Flügelknochen von Gänsegeiern. Diese waren hohl, und er brauchte sie nur noch mit Tonlöchern zu versehen. Heute wird die Querflöte bei schnellen Passagen im Orchester eingesetzt. Die Piccoloflöte liegt von Tönhöhe und Lautstärke auch im großen Orchester über allen anderen Instrumenten. Das ist auch der Grund dafür, dass auch Musiker:innen manchmal Gehörschutz benötigen, um sich vor Hörschäden zu schützen.

Musiker und CI-Träger:innen haben etwas gemeinsam – sie müssen viel üben und brauchen einen langen Atem

Bei der Beschreibung der Trompete konnte man erleben, wie allein der Einsatz von unterschiedlichen Hilfsmitteln aus Metall, sogenannten Dämpfern, den Klang verändern kann. Und zwar so stark, dass der geübte Hörer auch bestimmte Musiker daran erkennen kann.

Der Trompeter hatte auch eine schöne Geschichte im Gepäck, wie mühsam es ist, dieses Instrument zu erlernen. Das Üben bedeutet seiner Meinung nach viel Arbeit, es gibt Verzweiflung und Frust. Ganz wichtig beim Erlernen eines Instruments sollte eine entspannte Herangehensweise sein. Verkrampfung und Ungeduld bringen einen hier nicht weiter.

An dieser Stelle drängte sich einigen Zuhörern der Vergleich zum neuen Hören lernen mit einem CI auf. Genau wie Musiker müssen sie viel üben und eine große Ausdauer haben.

Teil II des Workshops: Instrumentengruppen

Mit den Instrumenten und ihrem Klang vertraut, können die erzeugten Töne nun leichter einzelnen Instrumenten zugeordnet werden. Das hilft dabei, diese voneinander zu unterscheiden, wenn sie gleichzeitig gespielt werden.

Musikgruppe erleben

Zunächst kamen immer zwei Instrumente zum Einsatz, z.B. 2 Violinen oder Trompete und Querflöte. Diese spielten Melodien, die schon im ersten Teil genutzt wurden, hier die Pink Panther–Melodie.

Das Heraushören von drei gleichzeitig gespielten Instrumenten stellt für das CI eine große Herausforderung dar. Einzelne werden evtl. gar nicht wahrgenommen. Der tiefe Klang des Cellos wurde meist gut gehört.

Für eine Aufführung mit 2 Geigen, einer Bratsche und einem Cello verwendeten die Musiker ein Stück von Karl Jenkins, das 1996 veröffentlicht wurde und „Palladio“heißt. Die Musik ist sehr dynamisch und auch wenn CI-Träger:innen gar nicht alle Instrumente gleichzeitig hören konnten, haben die meisten das Stück doch als sehr schön empfunden.

Sascha Roder: „Musik ist mehr als Hören.“

Über das gleichzeitige Sehen der Musiker beim Musizieren mit ihren schönen Instrumenten entstehen weitere Empfindungen beim Hören der Musik.

Teil III des Workshops: Das Raumklang-Erleben

Auch der Guthörende muss sich bei einem neuen Musikstück erst einhören

Für diesen Teil des Workshops verteilten sich die Musiker auf den Stirnseiten des sehr großen Raums, der ansonsten für Tanzveranstaltungen genutzt wird.

Herr Roder führte nun die Teilnehmer, die die Augen schließen sollten/durften, langsam durch den Raum und an den Spielstationen vorbei.

Die Musiker spielten abwechselnd jetzt schon bekannte Melodiesequenzen auf ihren Instrumenten. Die Klänge kamen aus verschiedenen Ecken des Raumes.

Das Raumklang-Erleben konnte die Wahrnehmung der Musik noch einmal steigern. Dazu trug sicherlich die sichere Führung durch den Raum und die größere Konzentration dank geschlossener Augen bei.

Das über den Tag gesammelte Vorwissen über die Instrumente und die Musikstücke aber war die Voraussetzung für diesen Hörerfolg.

Anmerkung: Dieser „Versuchsaufbau“ ist für fortgeschrittene Hörer eine prima Möglichkeit, das Richtungshören zu üben.

Zusammenfassung:

Die überaus gelungene Veranstaltung hat CI-Träger:innen viele Möglichkeiten aufgezeigt, sich mit CI wieder der Musik zu nähern.

Hilfreich dabei kann die Auswahl eines bekannten Musikstückes sein; die Beschränkung auf wenige, bzw. anfangs nur ein Instrument; Videos, die das Gehörte vor Augen führen, besser noch der Besuch von Konzerten wie sie z.B. Musikhochschulen anbieten, wo Studierende ihr ganz persönliches Instrument vorstellen. Und natürlich: Üben, Üben,Üben.

Am Schluß ermunterte Herr Roder die Teilnehmer, selber ein Instrument zur Hand zu nehmen.

Jörn Paland

Hinweis: Dieser Workshop wurde unterstützt von der IKK und der Firma Cochlear

Bremer Ratskellerführung

Bremer Ratskellerführung am 23.2.2019

Als wir die Organisation der Ratskellerführung mit einer Weinprobe in Bremen (vor der Mitgliederversammlung) übernehmen, konnten wir nicht ahnen, dass viele Mitglieder und Begleitpersonen grosses Interesse hatten. Gleich 33 Teilnehmer trafen sich um 11 Uhr und es wurde noch schnell ein Gruppenbild vor den Bremer Stadtmusikanten gemacht. Das durfte natürlich nicht fehlen!

Bevor es richtig losgeht….
Foto: Haake

Geschichtlicher Hintergrund und Erlebnis

Das Bremer Rathaus wurde 1405 errichtet und wurde mittlerweile mit seinem Ratskeller vom UNESCO zum Welterbe ernannt.

Der Bremer Ratskeller führt ausschließlich Weine aus den 13 deutschen Weinanbaugebieten in seinem Besitz. Ein großartiger Kollege aus dem Ratskeller führte die Teilnehmer mit witzigen Anekdoten und interessanten Informationen zum Wein durch die unterirdischen Kellergewölben. Dank der mobilen FM-Anlage konnte selbst der Letzte in der langen “Schlange” noch den Erzählungen gut lauschen. Das war echt faszinierend und auch eine große Herausforderung für den “Weinexperten”, die er mit Bravour meisterte.

Seine ruhige Art und angenehm laute Stimme half ihm dabei, sowie eine weitere Kollegin beim Wein ausschenken.
Selbst der Ratskellermeister Karl-Josef Krötz war kurz zugegen. Später ging es noch weiter im Keller bis vor die Schatzkammer, zu dem nur der Bürgermeister und der Ratskellermeister einen Schlüssel haben.

Raritäten in der Schatzkammer

In der Schatzkammer werden alle herausragenden Flaschenweine aller Jahrgänge aufbewahrt, der älteste trinkbare Flaschenwein ist der Rüdesheimer Apostelwein aus dem Jahr 1727. Vor kurzem wurde eine Flasche davon für 1500 Euro verkauft. Je älter, desto teuer, gilt nicht unbedingt. Eher: Je seltener, desto wertvoller.

Abschlußerlebnis

Zum Schluß ging es in den Rosékeller, wo dort die ältesten und wertvollsten Fassweine Deutschlands im Kerzenlicht ruhen und schon beim Eintreten nimmt man den schweren süßlichen Weingeruch wahr. An der Stirnseite lagert der älteste Wein des Ratskellers, der berühmte Rüdesheimer Wein von 1653, der gleichzeitig der älteste Fasswein Deutschlands ist.















Es war eine sehr spannende Führung durch den Bremer Ratskeller, die wir alle sehr genossen haben. Anschließend ging es zurück zum IC-Hotel zur Mitgliederversammlung, wo der zweite Teil des Tages begann.

Ein grosses DANKESCHÖN dafür sagen Katrin und Elmar!

Mitgliederversammlung des CIVN e.V. 23.2.19 um 14:00 Uhr  in Bremen

Mitgliederversammlung des CIVN e.V. 23.2.19 um 14:00 Uhr in Bremen

Mitgliederversammlung des CIVN e.V. 23.2.19 um 14:00 Uhr in Bremen

Am 23.2.19 fand die satzungsgemäße Mitgliederversammlung des CIVN e.V. in Bremen statt. Es kamen 46 Teilnehmer, wovon 35 stimmberechtigt waren.

1. Akt: Führung im Bremer Ratskeller

Die gute Resonanz war vielleicht  auch dem Umstand geschuldet, dass es vor der Mitgliederversammlung eine Führung durch den Bremer Ratskeller gab, die nicht nur bei den Weinliebhabern großen Anklang fand und mit technischen Hilfsmitteln optimal unterstützt wurde. Hierzu gibt es einen spannenden Bericht!

2. Akt: Mitgliederversammlung

Nach der Begrüßung und dem Rechenschaftsbericht durch den 1. Vorsitzenden Matthias Schulz wurde von Ulrich Stenzel der Kassenbericht vorgetragen. Die Kassenprüferin Katrin Haake bescheinigte eine einwandfreie und lückenlose Buchführung.

Ulrich Stenzel schildert die aktuelle Kassenlage
Foto: Korte

Der Vorstand wurde mit 3 Enthaltungen und keiner Gegenstimme entlastet.

Als Gast konnte der CIVN e.V. Sonja Ohligmacher, Vizepräsidentin der DCIG e.V., begrüßen. Sie übernahm die Wahlleitung für die Wahl des Vorstandes.

Matthias Schulz wurde eindrucksvoll für weitere 2 Jahre in seinem Amt als 1. Vorsitzender mit 2 Enthaltungen und keiner Gegenstimme bestätigt. Michaela Korte wurde als 2.Vorsitzende ebenfalls bestätigt, bei einer Enthaltung und keiner Gegenstimme.

Ulrich Stenzel, bisher kommissarisch im Amt des Kassenwarts, gehört mit 1 Enthaltung und keiner Gegenstimme ebenfalls zum neuen Vorstand des CIVN e.V.

Bei diesen 3 Positionen im Vorstand gab es keine weiteren Bewerber, es wurde eine offene Wahl durchgeführt.

Wechsel beim Schriftführer

Einen Wechsel gab es im Amt des Schriftführers, Michael Gress (SHG-Leiter aus Hildesheim) hat mit 22 Stimmen die bisherige Amts-Inhaberin Sylvia Petersen mit 11 Stimmen abgelöst. Diese Wahl wurde geheim durchgeführt, es gab 2 ungültige Stimmen.

Der neue Vorstand im Strandkorb

Als Kassenprüferin wurde erneut Katrin Haake aus Bremen und neu in dieser Position, Anita Geisler (SHG-Leiterin aus Braunschweig) gewählt, beide wurden mit absoluter Mehrheit gewählt.

Es folgten die Kandidatenvorschläge für die Position der Beisitzer, 5 Mitglieder stellten sich zur Verfügung. Der Vorstand wird diese satzungsgemäß auf der nächsten Vorstandssitzung auswählen und in den erweiterten Vorstand einberufen.

Auch Satzungsänderungen wurden auf der MV durch die Mitglieder beschlossen.

Nach der Verabschiedung durch den neuen Vorstand, wurden die Teilnehmer zum gemeinsamen Abendessen in das Hotelrestaurant eingeladen.

Die Versammlung wurde durch die Schriftdolmetscherinnen Frau Kanschat und Frau Kling wieder hervorragend begleitet

Danke an alle Teilnehmer und alle, die diesen Tag aktiv mitgestaltet haben.

Michaela Korte

2.Vorsitzende CIVN e.V.


SHG-Leiter-Seminar der DCIG in Rodgau vom 26. – 28.10.201

SHG-Leiter-Seminar der DCIG in Rodgau vom 26. – 28.10.201SHG-Leiter-Seminar der DCIG in Rodgau vom 26. – 28.10.2018

In der Zeit vom 26. – 28.10.2018 besuchte ich in Rodgau (Landkreis Offenbach) das alle zwei Jahre stattfindende Informations- und Austauschseminar für CI-Selbsthilfegruppen-Leiter. Für mich, als »Neuling« war es sehr spannend, die vielen teilnehmenden CI-Träger kennenzulernen. Obwohl ich in den drei Tagen nur mit einem Teil der über 50 Teilnehmenden sprechen konnte. Es gab ja auch ein eng getaktetes Programm unter dem großen Thema »Kompetent beraten«. Schon am Abend des Anreisetages begann das Schulungsprogramm unter der Moderation von Barbara Gängler und Viola Dingler, die sich in ihren jeweiligen Aufgabenbereichen ausgezeichnet ergänzten.

Der zweite Tag begann nach einer kurzen Aufwärmphase mit einem Vortrag von Dr. Kathy Küchenmeister von der Uni Dresden über das Thema »Beratung«. Sie erklärte uns die verschiedenen Wirkfaktoren und Formalisierungsgrade von Beratung und die verschiedenen Beratungsbeziehungen. Nach dieser theoretischen Einweisung wurde die Frage aufgeworfen, ob für eine gute Beratung ein Konzept erforderlich ist. Es ging auch darum herauszufinden, welche Motive die Beratenden zu ihrem ehrenamtlichen Engagement geführt haben.
Und dann wurde es konkret: In Kleingruppen haben wir alltagsnahe und schwierige Beratungssituationen durchgespielt. Zwei oder drei Teilnehmer suchten sich ein Thema und führten darüber ein Beratungsgespräch, und der Rest der Kleingruppe waren die Beobachter. Im Anschluss wurden im Plenum die Ergebnisse vorgetragen und diskutiert.

Am Nachmittag ging es um Dos und Dont`s` (tun und nicht tun) der Beratung. Es wurde eine Vielzahl von Aussagen, wie z.B. „Du bist nicht allein“ (Do) oder „Du musst das so oder so machen“ (Dont) gesammelt und der jeweiligen Liste zugeordnet. Diese Zusammenstellung kann für unsere praktische Arbeit in den Gruppen eine wertvolle Hilfe sein.

Der Abend dieses Tages wurde zum persönlichen und individuellen Austausch zwischen den Teilnehmenden genutzt. Die Hotelbar und die Lobby waren gut besucht und es herrschte eine sehr entspannte, aber auch fröhliche Atmosphäre. Ich hatte den Eindruck, ich befinde mich in einer sehr, sehr großen Familie.

Der Samstag-Vormittag war einer Zusammenfassung der angesprochenen Themen und den erarbeiteten Ergebnissen gewidmet. Mit einem gegenseitigen Dank und dem Wunsch und dem Versprechen, diese Form der Kommunikation fortzusetzen, endete die Veranstaltung.

 

Von: Hartmut Wahl

Anette Spichala: Mein Weg zum CI

Anette Spichala: Mein Weg zum CI

Mein Name ist Anette Spichala, 67 Jahre alt, bin verheiratet und habe 2 erwachsene Kinder.
Seit dem 2. Lebensjahr bin ich durch Krankheit ertaubt. Erst mit Beginn der Einschulung in die Schule für Schwerhörige und Sprachkranke in Dortmund bekam ich mein erstes Hörgerät links. Später besuchte ich die Volksschule, dann eine Waldorfschule. Eine Ausbildung zur Bauzeichnerin war der nächste Schritt. Diesen Beruf übte ich bis zu meinem Ruhestand aus.

Mein Problem die ganzen Jahre war das Sprachverstehen, ich habe nur im Tieftonbereich etwas gehört und musste zum besseren Verstehen alles von den Lippen absehen. Was ich nicht hören und verstehen konnte, habe ich erlesen. Mit einem zweiten Hörgerät auf der rechten Seite habe ich es später versucht, aber es hatte keinen Erfolg. Im Laufe der letzten Jahre wurde das Hören immer schlechter.

Im März 2010 bekam ich mein erstes Cochlea-Implantat (CI) auf der rechten völlig tauben Seite. Es hat 18 Monate gedauert, bis ich den ersten Ton wahrgenommen habe! Das zweite CI ist links im März 2013 eingesetzt worden und nach der Anpassung konnte ich bald die ersten Töne wahrnehmen. Heute bin ich glücklich über die vielen Geräusche, die ich in meinem Leben noch nie gehört habe! Das Sprachverstehen kommt jetzt langsam mit viel Übung hinzu! Mit viel Geduld musste ich das Hören neu lernen und ich freue mich über jeden neuen kleinen Hörerfolg!

Die Aufgabe, Hörgeschädigten meine langjährigen Erfahrungen mit meiner an Taubheit grenzenden Innenohrschwerhörigkeit und als Cochlea-Implantat-Trägerin zu vermitteln, macht mir große Freude. Man lernt neue Menschen kennen und man lernt immer Neues dazu!

In Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover habe ich im Mai 2017 eine Selbsthilfegruppe eingerichtet. Mehr dazu unter Neue Selbsthilfegruppe in Niedersachsen

Wenn Sie in der Umgebung von Neustadt am Rübenberge und Umgebung wohnen, kommen Sie vorbei! Wir freuen uns auf Sie!

Anette Spichala

Kontakt:

E-Mail: anette.spichala@gmx.de Mobil: (SMS) 0173 1655678